Über die Autorin


Sieglinde Sander, geb. 1941, Fotografin.

Sieglind Sander lernte an einem Sprachinstitut in Sanaà die arabische Sprache. Später wohnte sie bei jeneitischen Freunden im Familienverband, dadurch ergaben sich wertvolle Kontakte zur Bevölkerung, speziell zu vielen Frauen und bald wandelte sich ihre anfänglich grenzenlos scheinende Begeisterung für dieses Land. Der Blick hinter die Kulissen von Tausendundeiner Nacht war sehr ernüchternd.

...plötzlich sehe ich den Schmutz, die Unordnung, das sinnlos verschwendete Geld, das sie jeden Tag für Qat ausgeben, ich sehe die Ungerechtigkeit den Frauen gegenüber und ihre Unfähigkeit, Dinge realistisch zu sehen.
Trotz allem ist ein Teil der anfänglichen Faszination geblieben. Sicher weiß ich nun, der Jemen ist und war nie ein Zauberland, aber es geht ein Zauber aus von diesem Land, von der fantastischen Landschaft, der Ursprünglichkeit und nicht zuletzt von seinen Bewohnern.

Durch ihre guten Kontakte im Jemen, Syrien, Tunesien, Agypten und Sudan, bekam sie sehr gute Einblicke in die Traditionen und das Leben der Menschen im arabischen Raum.

Im Jahre 2004 erschien ihr Buch " Jenseits des großen Gartens", über das Alltagsleben der Frauen im Jemen.

Durch eine Austellung über den Sudan, erinnerte sie sich an ihren Urgroßonkel, Dr. Phillip Paulitschke 1856 - 1899, zu seiner Zeit ein bedeutender Afrikaforscher, der speziell Äthiopien und den Sudan bereiste.
Das veranlasste sie, eine Reise in dieses Land zu unternehmen. Die Eindrücke dieser Reise hat sie in ihrem zweiten Buch "Zu den vergessenen Pyramiden im Sudan" (2006) festgehalten